Wissenschaft



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Viele Höhlenbären-Fundorte
EFM vom 20.02.2010
Wiesbaden – Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen gehören zu den Bundesländern mit besonders vielen Fundorten von Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter in Deutschland. Besonders reich mit Höhlenbärenfunden gesegnet ist auch die Steiermark in Österreich. Dies geht aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ (GRIN Verlag für akademische Texte) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst aktuell hervor. Aber auch in anderen Gegenden von Deutschland, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenbären entdeckt.

Als einer der berühmtesten Fundorte von Höhlenbären gilt die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Alb (Fränkische Schweiz) in Bayern. Dort sind im Laufe der Zeit die Reste von schätzungsweise 800 bis 1.000 Höhlenbären, aber auch von Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) und Höhlenhyänen (Crocuta crocuta spelaea) gefunden worden. Aus ihr stammen jene Funde, nach denen der Höhlenbär, der Höhlenlöwe und die Höhlenhyäne erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt wurden.



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Lohnsteuerkarte: Zum letzten Mal aus Papier
Bundesfinanzministerium, PM vom 14.10.2009
Für das Jahr 2010 wird zum letzten Mal eine Lohnsteuerkarte aus Papier verschickt. Denn ab 2011 wird die Lohnsteuer im Wege eines elektronischen Verfahrens erhoben. Alle Daten, die für die Ermittlung Ihrer Lohnsteuer ab 2012 relevant sind, werden ab dann dem Arbeitgeber von der Datenbank zum elektronischen Abruf zur Verfügung gestellt.
Die Einführung des elektronischen Verfahrens erfolgt stufenweise. Die Lohnsteuerkarte 2010 wird etwas länger gültig sein als normalerweise, nämlich auch noch für das Jahr 2011. Arbeitgeber dürfen die Karte also nicht Ende 2010 vernichten. Wer den Arbeitsplatz wechselt, nimmt die Karte mit. Für alle Änderungen und Eintragungen ist ab 2011 das Finanzamt zuständig.
Ab dann ist auch allein die Finanzverwaltung dafür zuständig, dem Arbeitgeber die notwendigen Merkmale für die Besteuerung des Arbeitnehmers zu übermitteln. Alle Daten werden dann beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert. Sobald jemand eine Arbeitsstelle antritt und lohnsteuerpflichtig ist, fragt der Arbeitgeber hier nach den notwendigen Daten, um sie dann in das Lohnkonto des Beschäftigten zu übernehmen. Als Beschäftigter müssen Sie bei Beginn des Arbeitsverhältnisses lediglich Ihre steuerliche Identifikationsnummer angeben und das Geburtsdatum.

Die Abschaffung der Lohnsteuerkarte aus Papier wirkt sich nicht auf die Steuererklärung aus.



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Kartoffelsalat:
Bio ist Schlusslicht – leichte Variante liegt vorn
AZM 25.06.2009
Zum Auftakt der Grillzeit hat die Stiftung Warentest für die Juli-Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ 22 abgepackte Kartoffelsalate getestet. Das Ergebnis: Alles in allem können sich die deutschen Kartoffelsalate sehen lassen. Jeder zweite ist ”gut”, zehn sind ”befriedigend” und nur der Bio Kartoffelsalat von Söbbeke ist mit „Ausreichend“ das Schlusslicht. Bester Salat ist eine leichte Variante von „Du darfst“ für 4,95 Euro pro Kilogramm.Getestet wurden die norddeutsche Variante mit weißem Dressing, drei Salate mit dem süddeutschen Essig-Öl-Dressing sowie drei Leichte Zubereitungen. Bei dem Vergleich des Kalorien- und Fettgehalts hat die süddeutsche Variante einen klaren Vorteil, selbst die drei Light-Salate von Du darfst, Homann und Weight Watchers haben mehr Kalorien.

Bio schmeckt alt
Ausschlaggebend für das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest war neben der Ernährungsphysiologie die sensorische Beurteilung, wie Aussehen, Geruch und Geschmack. Zwei Drittel der Kartoffelsalate fielen durch unschönes Aussehen oder Fehler im Geschmack auf. In keinem der Salate wurden aber erhöhte Schadstoffgehalte, Pestizide oder Arsen nachgewiesen. Auch die mikrobiologische Qualität überzeugte bei fast allen. Allein der Bio Kartoffelsalat von Söbbeke wurde schlechter bewertet, weil ein hoher Gehalt an Hefepilzen nachgewiesen wurde und die Kartoffeln alt schmeckten.
Am besten abgeschnitten haben nach dem Testsieger von Du Darfst, Aldi (Nord)/ Ofterdinger, Aldi (Süd)/ Wonnemeyer und der Pellkartoffelsalat von Lidl/Vitakrone für je 1, 69 Euro pro Kg. Bester Salat mit Essig und Öl ist der Bayrische Kartoffelsalat von Nadler.

Bei Interesse finden Sie den ausführlichen Test in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.



Das Rätsel der Kuh ist entschlüsselt
AZM 24.04.2009
Das Genom der Kuh ist entschlüsselt. Sechs Jahre haben mehr als 300 Forscher aus 25 Ländern in einem weltweiten Großprojekt daran gearbeitet. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) heute berichtet, konnten die Wissenschaftler das Genom des Hereford-Rinds entschlüsseln. Die Erbanlagen von rund 500 weiteren Rassen aus Europa, Asien und Afrika wurden ebenfalls untersucht. Aus einem Bericht des Magazins Science geht hervor, dass das Genom des Hausrinds (Bos taurus) mindestens aus 22.000 Genen besteht. Mehr als dreiviertel, sogar rund 80 Prozent davon sollen den Forschern zufolge auch beim Menschen vorkommen. Damit bestehen zwischen dem Genom des Rinds und dem menschlichen Erbgut wesentlich mehr Übereinstimmungen als beispielsweise mit dem von Mäusen.

Die Analysen der Forscher können für unterschiedliche Interessengruppen von Nutzen sein: In der Milch- und Fleischindustrie könnten zukünftig zum Beispiel Rinder-Rassen gezüchtet werden, die mehr Milch geben und hochwertiges Fleisch produzieren. Für die Medizin können die Ergebnisse wichtig sein, um beispielsweise herauszufinden welche Rolle bestimmte Gene bei der Entstehung menschlicher Krankheiten spielen.