Lokal Neukölln
Alternatives Neukölln: Improvisation im Kellertheater
QUO 07.04.2010
Ganz unauffällig und eben richtig alternativ wirkt die Kunstschmiede von Petra Benkova in der Boddinstraße 12. Von außen späht man durch die Fenster des Ladenlokals in eine spannende andere Welt, wenn man an den Wänden die Bilder der Künstlerin erblickt. Zwei Mal im Monat führt die aus der Slowakei stammende Künstlerin interessierte Besucher in die Tiefen ihrer Kunstwerkstatt und zwar in den Keller!
Ihr in Eigenregie entstehendes Stück „Das Zimmer“ wird von den Reaktionen und der Initiative des Publikums getragen, greift alltägliche Probleme des Neuköllner Lebens auf und wächst mit jeder Aufführung ein bisschen mehr heran, zu einem wertvollen Teil der alternativen Kunstszene des Bezirkes.
Um in die sehr private Atmosphäre des Kellertheaters hinabzusteigen sollte man auf jeden Fall keine Angst vor engen Räumen haben und ein bisschen Abenteuerlust und wenn benötigt eigene Getränke mitbringen. Ganz und Garnichts Mainstream präsentiert sich dem Publikum dann eine lebenshungrige und unkonventionelle Petra Benkova in einer Selbstinszenierung welche gewiss noch ihre Ecken und Kanten hat, aber auf eine sehr charmante Art unterhält.
Eintritt kostet das Kellertheater nicht, aber eine Spende am Ende der Vorstellung wird gerne entgegen genommen und ist durchaus angebracht. Spieltermine und weitere Details gibt es auf Anfrage über den Kontakt der Künstlerin.
Kellertheater und Galerie, Boddinstr. 12, 12053 Berlin
Kontakt: pbenkova(at)post.sk, Telefon: 030/65700063
Maria Es – pfERDE im bAUCH
QUO 06.03.2010
Mit den besonders treffenden und bedeutsamen Worten des Kunstwissenschaftlers Dr. Peter Funken wurde am gestrigen Freitag Abend die Ausstellung pfERDE im bAUCH von Maria Es in der Galerie R31 eröffnet. Die aus Itteren-Maastricht stammende niederländische Künstlerin ist mit ihrer neuen Ausstellung in den Räumen der neuköllner Reuterstrasse 31 nun endgültig in ihrer neuen Wahlheimat Berlin angekommen. Mitgebracht in die Hauptstadt hat sie die Onyva®-Frau, das Leitmotiv ihres künstlerischen Schaffens, die formgewordene weibliche Energie, welche sich als Umriss einer Frau mit Hut in all ihren jüngeren Arbeiten widerspiegelt. Ergänzt wird dieses starke Motiv durch das eines kleinen Pferdes. Die gegensätzlich eher verspielte Form bildet ein Band zur Vergangenheit, zu Erinnerungen und spiegelt das Thema des „lösen“, „sich lösen“, „sich nicht lösen können“ wieder, um das es Maria Es ebenfalls geht. Auch das Wortspiel im Titel der Ausstellung deutet auf eine weitere Ausdrucksebene hin. Der Bezug zur Erde als Energiespenderin und Ort an den alles Leben letztendlich zurückkehrt. Maria Es ist teilweise Autodidaktin und spielt mit den verschiedenen Ausdrucksformen der plastischen Kunst. Schon in früheren Arbeiten, welche für Interessierte auf ihrer Webseite dokumentiert sind, bewegte sie sich zwischen den vielseitigen Ebenen der Kunst. Die Bilder der aktuellen Ausstellung sind Zeichnungen, Multiples sowie Arbeiten aus handgeschöpftem Papier, welche die Form der Onyva®-Frau und die des kleinen pfERDE´s aufgreifen und in vielfältiger Weise umsetzten. Mal aufgenäht, mal eingestanzt, mal angeklebt und mal mit dem Bügeleisen geformt tauchen die Motive immer wieder auf. In dem praktischen Onyva®-Koffer kann die Kunst auch gleich ganz bequem mit nach Haus genommen oder als Geschenk weiter gegeben werden. Die Ausstellung pfERDE im bAUCH von Maria Es ist noch bis zum 28.03. in der Galerie 31 in der Reuterstrasse 31 in Berlin-Neukölln.
Webseite der Künstlerin: www.mariaes.de
Öffnungszeiten: Do–Sa 15–19 Uhr und zum „Frühlingserwachen 2010“: Sa 20.03., 15–22 Uhr + So 21.03., 15–19 Uhr.
Finnisage: 27.03.2010
Fine Art Photography von Heike Quosdorf
EFM 20.02.2010
Mit einem Gespür für die leisen Töne in der Photographie versteht es Heike Quosdorf in ihren Schwarz-Weiß-Bildern ganz besondere Situationen einzufangen und dem Betrachter die Magie dieses einen Augenblickes nahe zu bringen. In der vom 22.02. bis 18.03. stattfindenden Ausstellung sind Landschaftsaufnahmen und Details aus dem vielfältigen Kulturkreis Neuseelands zu bestaunen. Gerade der Verbindung der dort lebenden Menschen zum Meer und der sie umgebenden Natur wird sehr viel Ausdruck verliehen.
Mit den Techniken der digitalen Photographie lenkt Heike Quosdorf den Blick des Betrachters und legt den Focus einmal mehr auf ganz bestimmte Aspekte in ihren Bildern. So entstand das Konzept der Aspektcolorierung, wobei sich diese Einfärbungen von Schwarz/Weiß Fotos auf eine einzige Farbe beschränkt und Teile des Bildes herausarbeiten.
Die Auswahl der Bilder gibt einen Einblick in das Portfolio der Künstlerin und lässt eine Vielfalt an weiteren ausdrucksstarken sowie feinfühligen Werken erahnen. Wer Lust bekommen hat auf einen kleinen Abstecher in die Landschaft und Kultur Neuseelands ist eingeladen sich zu unseren Öffnungszeiten selbst ein Bild zu machen.
Berlinale im Kiez
AZM 11.02.2010
„Ein dunkler kalter Ort für schwach glimmende Filme“ übertitelt die Süddeutsche Zeitung einen Artikel ihres Berlinale-Spezial. Kalt und dunkel ist auch der Februar in Berlin, dies liegt allerdings an dem Schmuddelwetter das seit Wochen über der Stadt hängt. Für Kinogänger sind diese Tage in der Hauptstadt sehr glanzvolle.
Eröffnet werden die 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit der Weltpremiere des Films Tuan Yuan von Wang Quan’an. Der Regisseur sowie die Schauspieler Monica Mo und Jin Ila im Berlinale Palast am Potsdamer Platz anwesend. Der durchschnittliche Kinogänger wird diese Veranstaltung allerdings höchstens frierend am Roten Teppich begleiten. Doch mit „Berlinale goes Kiez“ trägt das Festival die besondere Atmosphäre der Filmfestspiele in die Programmkinos der Berliner Kieze:
Von Weißensee bis Zehlendorf besucht das Festival vom 12. bis zum 21. Februar an zehn Abenden jeweils ein anderes Kiez-Kino. In diesen besonderen, traditionellen Art-House-Kinos werden pro Abend zwei Filme aus unterschiedlichen Sektionen des Festivals gezeigt. Bei einer Galavorstellung wird der rote Teppich ausgerollt und das Filmteam zu Gast sein. Jeweils ein prominenter Berliner Filmschaffender wird als Kinopate die Gäste begrüßen und die Filme vorstellen. Das Publikum erhält so die einmalige Gelegenheit, im eigenen Kiez-Kino Berlinale-Filme und deren Stars zu sehen. In Neukölln sehen Sie die Filme im Kino „Neues Off“. Die Anfangszeiten und einen Überblick über das komplette Festivalprogramm finden Sie auf www.berlinale.de
Flieg mein elektrischer Fisch – Kunstaustellung von Bianca Döring
QUO 26.01.2010
Malerei, Gesang, Performance und das Schreiben – ja quasi die vier Urformen der Kunst – sind für Bianca Döring ein Medium, um ihren kreativen Visionen Ausdruck zu verleihen. Mit einem solchen vielfältigen Spektrum an Darbietungen eröffnete die Künstlerin auch ihre neue Ausstellung „Flieg mein elektrischer Fisch“ am 16.01.2010 im Restaurant s…cultur in Neukölln. In Zusammenarbeit mit dem s…cultur wurden die Räumlichkeiten in der Erkstr. 1 zu einem Forum moderner Kunst.
Während sich die nahezu 100 Gäste an dargebotenen Fisch-Canapées und Getränken probierten, konnte dem Programm Bianca Dörings gelauscht und zugesehen werden. Die ausgebildete Sängerin und Literatin überraschte mit spanischen Arien und gefühlvollen Zeilen aus ihrem Buch „Little Alien“. Mit einer feinmütigen Originalität entfesselte die Künstlerin eine eigene Formsprache gekrönt von einer spontanen Improvisationsperformance zum Thema des Abends.
Eigene Kunstobjekte, welche die inspirierende Atmosphäre des Abends bereicherten, waren zu sehen und ergänzten die dynamische Kunst-Philosophie Bianca Dörings. Das komplexe Konzept der Künstlerin spiegelt sich auch in den visuell vielschichtigen Malereien der Künstlerin wieder, welche noch bis Mitte April die Wände des s…cultur zieren. Diese sind jeweils von Montag bis Samstag immer 11:00 bis 23:00 Uhr zu sehen. Verabschiedet wird die Ausstellung mit einer gewohnt fulminanten Finissage am 16.04. ab 19:30 Uhr. Hier wird Bianca Döring ihr neues Hörbuch vorstellen und wieder einige ihrer Texte sowie Lieder zum Besten geben. Kunstliebhaber und Interessierte sind herzlich willkommen und können sich berauschen lassen von diesem kleinen Feuerwerk an Farben und Ideen.
Die Berliner Gourmetszene hat entschieden
Pressemitteilung s...cultur 11.12.2009
Das Restaurant s…cultur, die neue Location für gutes Essen am Rathaus Neukölln, hat beim diesjährigen Rioja-Gourmet Cup mit nur 0,5 Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten einen hervorragenden 3. Platz in der Kategorie „Berliner Gourmet-Restaurants“ erkämpft.
In acht deutschen Regionen- im Ruhrgebiet und im Rheinland
sowie in den Großräumen München, Hamburg, Hannover,
Frankfurt, Leipzig und Berlin kochten die Restaurants um die
Wette. Die Aufgabe bestand darin ein Menü zu kreieren, zu dem
Weine aus der D.O.Ca Rioja perfekt harmonieren. Dieses Menü
boten die teilnehmenden Restaurants während dem zweiwöchigen Wettbewerbszeitraum Ihren Gästen an. Restaurantkritikern gleich, bewerteten die Gäste die Rioja-Menüs, indem sie auf einem Bewertungsbogen Punkte für Schmackhaftigkeit, Kreativität und Weinauswahl bewerteten.
Als Anreiz für die Gäste- die als Restaurantkritiker fungierten-
wurde in jeder Region ein Restaurantgutschein im Wert von
250 Euro für eines der teilnehmenden Restaurants verlost.
Außerdem hatten alle Restaurantgäste die Chance auf eine
Reise für zwei Personen in die nordspanische Region die eine atemberaubende Landschaft bietet.
Feinschmecker, und jene die es noch werden wollen, kommen
immer am letzten Freitag eines jeden Monats in den Genuss
exzellenter Küchenkunst und anspruchsvoller Weine.
Ab 18:00 Uhr kredenzt Markus Kunz und sein Team einen
kulinarischen Fünfklang mit korrespondierenden Weinen.
Reservierungen unter: 030 / 613 963 61
Künstler Ralf Lüdtke
EFM 21.09.2009
Er ist ein Autodidakt, ein vielseitiger Künstler, der sich mit Malerei, Grafik und Musik beschäftigt. Er ist auch in dem pädagogischen Bereich der Jugendmusik-Szene sehr engagiert. Seine Bildmotive, die man hier sieht, sind der Ausdruck seiner Lebensphilosophie , seiner Denkweise, eine Auseinandersetzung mit Menschen und deren Gleichheit bei der Geburt und dem Tod. Man sieht auch eine Experimentfreude des Künstlers mit der Maltechnik. Die meisten Bilder hier sind auf sehr dünnen feinen China-Papier mit Ölfarbe gezeichnet, wobei der Künstler nicht davor abschreckt uns auch die technischen Fehler zu zeigen - als Ausdruck seiner Suche nach dem bester Maltechnik. Wenn man die Bilder chronologisch anschaut, sieht man die Unterschiede zwischen älteren und neueren Motiven, wobei die Augen der Menschen (geschlossen oder geöffnet) eine große Bedeutung haben. Der Eintritt ist frei.
Ausstellungsort Hertzbergstr. 19 - Neukölln; von 21.09.2009 bis 15.10.2009; Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag zwischen 10:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr; Freitag von 10:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr
'Meer & mehr' Farbfotografien von Casa Blanca
QUO 23.08.2009
Seit dem 20. August ist die Ausstellung 'Meer & mehr' mit einer Urlaubsstimmung zu sehen. Mit viel Gefühl für die besonderen Augenblicke hat Photographin Casa Blanca Momente festgehalten, die von stiller Schönheit sind. Das Leitbild ihrer Ausstellung ist, wie unschwer am Titel zu erkennen, das Meer. In seiner Vielfältigkeit als nasses Element wird dem Betrachter die rein positive Seite in zwanzig Bildern gezeigt. Szenerien die aus dem eigenen Urlaub stammen könnten, vermitteln ein wunderbares Gefühl der Sehnsucht und Ruhe. Reiselust und die Unbefangenheit dem Neuen gegenüber kommen zum Ausdruck und nehmen den Betrachter mit auf eine Reise ans Mittelmeer und an die Ostsee. Casa Blanca ist Neuköllnerin aus tiefstem Herzen, dennoch liebt sie das Reisen und hat oft ihren Weg in andere Länder gefunden. In 'Meer & mehr' zeigt sie Aufnahmen, welche in Griechenland, Portugal und auf der Deutschen liebsten Urlaubsinsel, Usedom, entstanden sind. Auch in Berlin fand sie so manch unentdeckte Ecke, welche wie eine Urlaubsinsel wirken und im stressigen Alltag oft untergehen. Casa Blanca schafft in der Ladengalerien in Neukölln eine paradiesische Umgebung mit einem angenehmen Ruhepool inmitten der Großstadt Berlin. Vorerst einen Monat, bis Mitte September wird die Ausstellung erstmals einem breiten Publikum zugänglich sein. Jeder Interessierte ist eingeladen vorbei zu kommen und sich in die Welt des Meeres entführen zu lassen. Der Eintritt ist frei.
Ausstellungsort Hertzbergstr. 19 - Neukölln; von 20.08.2009 bis 17.09.2009; Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag zwischen 10:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr; Freitag von 10:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr
Motiv Ursula Dietz
Musiker aus Neukölln
Ursula Dietz
Künstlerin/Grafikerin
AZM 26.06.2009
Beschäftigt sich mit Druckgrafik, Malerei, Illustrationen und Comics, sowie live painting.
Bereits seit dem Jahr 2000, stellt sie ihre Szene hier in Berlin dar. Durch Kontakte zu Schauspielern, Musikern, Performern und dem ein oder anderen Freak, begann sie öffentlich zu malen. Von den Tuschezeichnungen kam sie zur Acrylfarbe und beschäftigte sich ernsthafter mit Kunst, sodass sie ein Jahr lang eine kleine Galerie führte (»Hall of Fame«, Kopernikusstr. 10, F´hain). Ihr Herz schlägt in erster Linie für ihre Szene, die vorwiegend in den Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain zu Hause ist. Anlässlich des Kulturfestes „48 Stunden“, hat sie Personen aus Neukölln porträtiert, welche hier im Ladenlokal von Punkt20 e.V. ausgestellt sind.
Ihre Intention ist es dabei, der Welt zu zeigen, wie sie die Dinge wahrnimmt. In ihren Augen wichtige Personen, Freunde und Bekannte, stellt sie ruhmvoll dar, dokumentiert zufällige Begebenheiten. Alles was sie tut, aber vor allem Malen und Zeichnen, macht ihr großen Spaß.
Alle Werke werden noch rund einen Monat im Ladenlokal bei Punkt20 e.V. in der Hertzbergstraße 19 hängen, so dass alle Interessierten jederzeit noch einmal während der Geschäftszeiten einen Blick drauf werfen können.
Portraits der Ausstellung:
Remix, 2007
Zwei Macher aus dem Remix Club Berlin e.V. Einem Integrationsprojekt für afrikanische Jugendliche und Familien, Jonasstr., Neukölln
Nico, 2009
Französischer Maler vor den brennenden Häusern der Banlieue
Rupert´s Kitchen Orchestra, 2008
Die Funk-Band aus Neukölln auf der Sonnenallee
(wer sie live hören mag, die Band spielt am Sonntag von 16:30 – 18:00 Funk auf dem Bergmannstraßenfest)
Andreas, 2008
Ladenbesitzer des ehemaligen Neuköllner Tonstudios »Rupert´s Kitchen«.
Micha, 2008
Neuköllner Künstlerfreund bei einer gemeinsamen Malperformance während der Magistrale
Rosl Persson und Bärbel Ruben, 2009
Eine Ur-Berlinerin, die 1908 in Rixdorf, dem heutigen Neukölln, geboren wurde und eine befreundete Historikerin, die im Kulturamt Neukölln arbeitet
Erica Fischer, 2009
Autorin von »Aimée & Jaguar« und vielen anderen Büchern. Zur Zeit ist sie meine Nachbarin aus dem Vorderhaus (siehe http://www.erica-fischer.de)
Punkt20, 2009
Mitarbeiter vom Punkt 20 e.V. im Körnerpark
33 Sichtweisen
AZM 19.05.2009
Bei Punkt20 e.V. zeigt Jens Holzapfel ab Mittwoch, dem 20. Mai sein neuestes Projekt „33 Sichtweisen“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Das Motiv zeigt Angkor Wat, eine der größten und bekanntesten Tempelanlagen in Kambodscha. Diese Stadt aus Sandstein repräsentiert die Khmerkultur und viele Touristen machen Ausflüge dort hin, um es zu besichtigen und natürlich auch zu fotografieren. 33 dieser Fotos von Fotografen bzw. Touristen wurden digital überlagert. Diese Einzelbilder sind völlig unabhängig voneinander entstanden und wurden von Jens Holzapfel erst zusammengeführt. Er hat die einzelnen Fotos von der Größe her so angepasst, dass er sie übereinander legen konnte. Es wird quasi der Durchschnitt von 33 verschiedenen Fotos des gleichen Motivs gebildet. Das konkrete einzelne Foto, die einzelne Kamera spielt keine Rolle mehr. Die Sichtweisen der einzelnen Fotografen werden als Klischee entlarvt, aber durch die Zusammenführung der Bilder mit dem Objekt „versöhnt“. Obwohl eine Landschaft abgebildet ist, ist es keine Landschaftsfotografie.
Der Künstler beschreitet einen "Grenzbereich der Fotografie", weil die Begriffe Fotograf, Betrachter, Objekt verschwimmen.
Durch die Überlagerungen und die Präsentation im Leuchtkasten wirkt das fertige Kunstwerk dreidimensional und etwas unscharf. Manch ein Betrachter wird vielleicht nach einer 3D-Brille fragen.
Mit der Lochkamera im U-Bahnhof Alexanderplatz
Ein weiteres Werk heißt Parallelwelten. Dieses Bild ist mit einer Lochkamera entstanden und auf Film festgehalten. Die Lochkamera, oder auch Camera obscura , gilt als Vorgänger des Fotoapparats. Durch eine kleine Öffnung fällt das Licht der Außenwelt in einen Kasten. Kameraraum. Das Bild der Außenwelt auf der gegenüberliegenden Seite des Loches in dem Kasten auf dem Kopf stehend abgebildet.
Die übrigen Photos zeigen Straßenszenen in Teheran; Diese städtefotografischen Aufnahmen sind mit einer Mittelformatkamera entstanden, damit auch kleinste Details gut sichtbar zur Geltung kommen.
Farblausch - Farbe hören, Töne schmecken
AZM 15.05.2009
Grauwacke Ateliers
Rosa Harter, Maria Lucchese, Mayako Kubo, Matthias Bauer
Eine Ausstellung in der Galerie im Saalbau
Im Grauwackeweg/Buckow leben zwei Malerinnen, ein Musiker, eine Komponistin und eine Graphikdesignerin in einer ungewöhnlichen Ateliergemeinschaft. Sie fühlen sich auch durch Farben und Töne verbunden. Die ausgewählten Werke, die in der Galerie im Saalbau zu sehen sind, sind Beispiele für den kreativen Prozess des Farblauschens, des Vernetzens und sich gegenseitig Befruchtens von Tönen, Farben und Gerüchen. Zur Eröffnung der Ausstellung durfte das Publikum also gestern Abend Farbe hören und Töne schmecken. Wie sich also die Farbe blau anhört oder wie ein F dur schmeckt, könnten die Gäste noch bis zum 11. Juni erleben.
Galerie im Saalbau – Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin, Info-Tel: 6809-3771
15. Mai bis 11. Juni 2009, Di – So 10:00 bis 20:00 Uhr
Die 44. Neuköllner Maientage beginnen
AZM 24.04.2009
Heute um 16 Uhr im Volksfestzelt werden die Neuköllner Maientage im Volkspark Hasenheide festlich eröffnet. Neben dem traditionellen Fassbieranstich im Festzelt wird ein abwechslungsreiches musikalisches Rahmenprogramm geboten, dass für einen schwungvollen Start des Volksfestes sorgen soll.
Das Volksfestzelt bietet Bratwurst, Maiskolben oder Käseteller zum gepflegten Bier und andere kulinarische Genüsse für „gehobene“ Ansprüche. Aber auch Kaffee und Kuchen am Nachmittag.
Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder viele rasante Fahrgeschäfte wie zum Beispiel eine Wildwasser Raftingbahn, den „Wellenflieger“ oder einen klassischen „Break Dance“.
Jeweils mittwochs ist Volks- und Kindertag, sämtliche Attraktionen sind dann zum halben Preis zugänglich. Für Frauen ist freitags Ladies Day: Die Maientage locken mit einem Gläschen Sekt für einen Euro und ermäßigten Fahrpreisen.
Als besonderes Highlight leuchtet der Himmel jeden Sonnabend zwischen 22 Uhr 30 und 23 Uhr mit einem Feuerregen-Funkeln. Um diese Zeit steigt das große, bombastische Brillant-Feuerwerk, das viele leuchtende Blumen am Himmel über der Hasenheide zum Blühen bringt.
Die Maientage in der Hasenheide sind bis zum 17. Mai täglich von 14- 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


